A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z   

A

Abdichtung

Eine Abdichtung ist notwendig, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in Form von Spritz-, Schwitz- oder Sickerwasser in den Belag tragenden Untergrund (also in Estrich oder den Wandputz) eindringt. Dort können dann nämlich Schäden wie Quellungen, Wölbungen oder Spannungsrisse auftreten. Dies gilt vor allem für Nassräume.

Abrieb

Abrieb Klasse I

Nur in Räumen als Wandbelag mit leichter Beanspruchung

Abrieb Klasse II

Nur in Räumen mit leichter Beanspruchung, z. B. Barfuss- und Hausschuhbereich in Bädern

Abrieb Klasse III

Für Räume mit mittelstarker Beanspruchung, wie Schlafzimmer

Abrieb Klasse IV

Für Räume mit hoher Beanspruchung, z. B. Dielen, Küchen, Terrassen, Arbeits- und Wirtschaftsräumen, Wohnräume usw.

Abrieb V

Für Räume mit höchster Beanspruchung und extremen Belastungen, wie Garagen, Industriebetriebe, Labore usw.

B

Beanspruchung

Jeder Bodenbelag unterliegt in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Begehung sowie Art und Grad der Verschmutzung einem Verschleiss. Daher werden Fliesen in Beanspruchungsgruppen (Abriebgruppen) eingeteilt. Bei extrem hoher Beanspruchung empfiehlt sich die Verwendung eines Feinsteinzeugs.

C

Cotto

Echter Cotto ist ein sehr poröses Material, welches nicht frostsicher ist und eine spezielle Behandlung benötigt. Das Farbspiel reicht von gelb bis rot. Als Alternative bieten sich Cotto-Imitate, sprich glasierte Fliesen an.

D

Dekore

Ergänzend zu den Grundfliesen gibt es in vielen Fliesen-Serien auch passende Dekorfliesen mit Motiven oder Mustern. Diese Dekore sollen dass gleichmäßige Fliesenbild optisch Auflockern und geben damit jedem Raum eine individuelle Note. Wenn die Dekorfliesen ein anderes Format als die Grundfliesen aufweisen, so werden diese je nach Verwendung als Einleger oder Mosaik-Fliese bezeichnet.

 

Durch die heutige Wasserstrahl- und Lasertechnik ist es ermöglicht, aus glasierten und unglasierten Fliesen beliebige Muster zu schneiden, oder Oberflächen herzustellen, die Natursteinen oder antiken Fliesen ähnlich sind. Und das alles ohne dabei die Kanten der Fliesen zu verletzen. Die Vielfalt an Farben, Formaten, Mustern und Strukturen wird sie begeistern.

 

Nach dem Brand mit Fliesen werden die keramischen Farben auf die Glasur gebracht. Dies geschieht entweder per Hand, oder dies wird maschinell auf die Fliesen aufgedruckt. Danach werden die Fliesen dann nochmals gebrannt. Bei aufwendigen Dekoren kann dieser Vorgang auch mehrmals wiederholt werden.

 

Dehnungsfugen

Bewegungsfugen oder Dehnungsfugen unterteilen großflächige Bodenkonstruktionen systematisch in kleine Einzelfelder, was dazu dient, Bewegungen des Estrichs, welche durch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitsschwankungen hervorgerufen werden können, aufzunehmen. Somit werden Spannungsrisse durch die auftretenden Druck- und Zugspannungen verhindert. Durch die Füllung mit dauerplastischem oder dauerelastischem Material (z.B. Silikon) dienen die Dehnungsfugen als Platzhalter für den Ausdehnungsprozess. Dadurch werden Rissbildungen weitgehend verhindert. Bewegungsfugen werden zwischen keramischen Belägen und festen Einbauten wie Stützen und Sanitärobjekten verwendet.

Dickbettverlegung

Dies ist das klassische Verfahren der Fliesenverlegung, das bis in die 50er Jahre als Standard galt. Bei der Dickbettverlegung werden die Wand und Bodenfliesen direkt in das Mörtelbett eingesetzt, wobei der Mörtel alle Unregelmäßigkeiten des Untergrundes ausgleicht. Dies ist der wesentliche Vorteil gewesen, zudem wir mit der Dickbettverlegung eine hohe Verlegegenauigkeit erzielt. Anwendung findet diese meist, wenn bauseitig kein Putz oder Estrich vorhanden ist. Da diese Methode jedoch äusserst zeitaufwendig ist, wird diese Technik nur noch selten angewendet.

Dünnbettverlegung

Dieses Verfahren, das in den 1930er in der Schweiz entwickelt wurde, bietet gegenüber der traditionellen Dickbettverlegung eine immense Einsparung an Material und Gewicht. Hierbei werden die Fliesen - egal ob auf dem Boden oder an der Wand - in einer Kleberschicht verlegt. Sie ist heute in fast allen Bereichen Standard. Der Kleber kann dabei ein Dünnbettmörtel, ein Dispersionskleber oder ein Epoxydharzkleber sein. Das Verfahren setzt allerdings ebene Untergründe voraus, da das dünne Bett nur leichte Nivellierungen zulässt. Das Bett wird dabei mit einem Zahnkamm oder einer Zahnkelle durchkämmt und die Fliese anschließend sofort eingedrückt und ausgerichtet.

E

Entkopplung

Aufgrund zumeist erheblicher Abweichungen der Ausdehnungsfähigkeiten von unterschiedlichen Werkstoffen wie Estrich und Fliese, ist es sinnvoll, dass diese voneinander entkoppelt werden. Dabei wird die Fliese nicht direkt auf den Estrich geklebt, sondern es wird eine Entkopplungsmatte (Schlüter - DITRA) zwischen den beiden Schichten verlegt. Durch ein Hohlkammersystem, z. B. schwalbenschwanzförmig hinterschnittene Quadrate, können sich beide Komponenten spannungsfrei und unabhängig voneinander bewegen. Spannungsrisse, die im Estrich entstehen, setzen sich nicht mehr in den Belag fort. Als schwimmender Estrich oder Estrich auf Trennschicht kann auch dieser selbst vom tragenden Untergrund, der sich ja auch bewegt, entkoppelt sein.

Je nach Material und sonstigen Eigenschaften der Entkopplungs-Matten können sie zugleich als Abdichtung, Dampfsperre/-bremse und/oder Trittschalldämmung dienen.

F

Fliesen

Fliesen nennt man allgemein alle keramische Wand- und Bodenbeläge aus Steingut, Steinzeug oder Feinsteinzeug, die größer als 10x10 cm und meist 6 bis 15 mm stark sind. Alle Formate die unter 10x10 cm liegen werden als Mosaik bezeichnet. Der Grundstoff aus dem die Fliesen sind ist Ton. Dem Ton werden natürliche mineralische Stoffe, wie Quarz, Kaolin und Feldspat hinzugefügt, in einigen Fällen werden dem Ton auch Dolomit, Calcit oder Schamott beigefügt. Sämtliche Materialen werden zerkleinert und gemahlen und dann entweder trocken oder nass geformt und danach zwischen 1000 und 1300 Grad gebrannt. Die gebrannte Tonplatte wird auch als Scherben bezeichnet. Zu dessen farblicher Gestaltung werden diese noch mit einer Glasur versehen sein kann. Die Herstellung erfolgt im Einbrand- oder Zweibrandverfahren. Nach der Struktur (Grad der Sinterung) des Scherbens werden drei Gruppen unterschieden:

1. Steingutfliesen

2. Steinzeugfliesen

3. Feinsteinzeugfliesen

Fugen:

Man sollte nicht so einfach über sie hinwegsehen: die Fugen. Sie sind zwar im Vergleich zur Fliese - eher unscheinbar, spielen aber eine wichtige Rolle für den Belag.

Farbe und Breite machen die Kunst der Fuge aus. Die Farbwirkung wird im wesentlichen vom Kontrast zwischen Farbe der Fuge und Farbe der Fliese oder Platte geprägt. Je harmonischer sich die Fuge an die Fliese fügt, desto großflächiger wirken die Fliesen. Einen ganz anderen Eindruck machen Fugenfarben, die einen Hell- oder Dunkelkontrast zur Fliese bilden. Je stärker der Unterschied, desto kontrastreicher die Wirkung. Die klassischen Fugenfarben sind Grau und Weiß. Farbige Fugen sollten eher vorsichtig verwendet werden.

 

Feinsteinzeugfliesen

Feinsteinzeug steht für besonders dicht gepresste und gesinterte Fliesen mit einer Wasseraufnahme < 0,5 %. Es zeichnet sich durch extreme Härte, durchgefärbtes Material und besonders dichte Oberflächen aus. Durch die äußerst niedrige Wasseraufnahme sind Feinsteinzeugfliesen pflegeleicht und aufgrund ihrer Frostsicherheit auch für den Außenbereich geeignet. Durch ihre rutschhemmende Wirkung und hohe Widerstandsfähigkeit sind Feinsteinzeugfliesen zu empfehlen für hochbelastete Bereiche in gewerblichen bzw. öffentlichen Objekten, aber auch ebenso für den privaten Wohnungsbau. Moderne Oberflächenstrukturen sowie eine Vielzahl von Formaten und Farben bieten grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten.

G

H

Handelsware

Bezeichnung für eine Sortierung, die besser als eine 2. Sorte ist, aber auch keine 1. Sorte ist.

 

I

J

K

L

M

Mosaik

 Die Mosaiktechnik wurde jahrtausendelang ausschließlich zur künstlerischen Gestaltung angewandt. Heute werden unter Mosaik kleinformatige Steinzeugfliesen verstanden, deren Flächen kleiner als 10 x 10 cm sind. Mosaik wird in verschienen Formaten hergestellt

N

O

P

Q

R

Reinigung

Die Reinigung der verschiedenen Wand- und Bodenbeläge ist kein Buch mit sieben Siegeln, doch sollten dabei durchaus einige Regeln beachtet werden, wollen Sie lange an Ihren - vielleicht mit viel Fleiß und Schweiß selbst verlegten - Fliesen Freude haben.

Dabei ist schon zu unterscheiden, welches Material verlegt wurde und ob zum Beispiel solche Materialien wie Cotto, Ton- oder Ziegeltonplatten mit einem Oberflächenschutz (versiegelt) wurden oder nicht, ob die Beläge glasiert sind oder nicht ...

Im folgenden einige Tips zur Pflege (Wir übernehmen keine Haftung für Anwendungsfehler

 

Bauendreinigung

Imprägnierung

Unterhaltsreinigung

Cotto, Ton-
und Ziegeltonplatten

Absäuerungsmittel

je nach Cottoart verschieden

je nach Cottoart verschieden

Klinker, unglasierte
Mosaike und Keramikbeläge

Absäuerungsmittel
Zementschleierentferner

Fleckschutz
Klinkeröl

Fliesen-und Steinbodenreiniger

Glasierte Fliesen- und
Keramikbeläge

Zementschleierentferner

keine

Fliesen-und Steinbodenreiniger u.a.

Feinsteinzeug und
hartgesinterte Keramikbeläge

Zementschleierentferner

Fleckschutz

Feinsteinzeugreiniger

Betonwerkstein und zement-
gebundene Platten wie
Terazzo, Kunststeinplatten

Marmor-u.Naturstein-
reiniger säurefrei

Fleckschutz

Fliesen-und Steinbodenreiniger

Marmor und Naturstein,
Kalk- Weichgesteine

Marmor-u.Naturstein-
reiniger säurefrei

Fleckschutz
Farbvertiefer

Marmor-u.Naturstein Wischpflege

Granit, Gneis, Hartgesteine

Zementschleierentferner

Fleckschutz

Marmor-u.Naturstein Wischpflege

 

S

Sortierung

1. Sorte bedeutet, daß 95% der Ware frei von Fehlern sein müssen.

2. Sorte bedeutet, daß kleine Fehler vorhanden sein dürfen, die aber das Gesamterscheinungsbild nicht beeinträchtigen.

 

Steingutfliesen

sind glasierte keramische Fliesen. Sie sind mit durchsichtiger oder undurchsichtiger Glasur bedeckt, die in der Regel in einem zweiten Brennvorgang aufgeschmolzen wird. Die glasierte Oberfläche kann glänzend, halbmatt oder matt, eben, profiliert wellig oder dekoriert gestaltet sein. Sie eignen sich nur für den Innenraum, da sie nicht frostsicher sind.

Steinzeugfliesen und Spaltplatten 

gibt es in den Variationen glasiert und unglasiert. Sie sind sehr strapazierfähig, von großer Härte und frostsicher. Sie eignen sich vor allem für die Verlegung in Außenbereichen - wie Terrassen, Balkone, Hauseingängen-, kommen aber auch im Haus zum Einsatz.

T

U

V

Verdrängung

spezielle Bodenfliesen mit Nocken oder Stegen. Sie finden Einsatz in Industriebereichen und Großküchen.

 

W

Wasseraufnahmefähigkeit

Von der Wasseraufnahmefähigkeit der Fliese hängt es ab, ob sie frostsicher ist oder nicht.

 

X

Y

Z

Zweibrand

Glasurauftrag erfolgt nach dem ersten Brennen der Fliese

 

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